|
|
|
22.1.2010
Das neue Brenngerät
in der Fertigung bei der Firma CARL
|
Frisch erschienen:
Der neue Whisky Guide Deutschland 2010
Ein Wegweiser zum Genuss
Bereits in dritter Auflage erscheint
dieser Guide des Magazins Der Whisky- Botschafter. In ihm versammeln sich
jede Menge Tipps für die Liebhaber des Lebenswassers, um ihrer Leidenschaft
in Deutschland zu frönen. Streng unter dem Blickwinkel nützlicher
Hinweise und Ratschläge erweist sich das Buch als ein wahrer und
gewissenhafter Wegweiser zum Genuss handlich groß für
die Reise- oder Manteltasche.
Zum Buch: Eine umfangreiche Einführung
gibt Hinweise zum fachgerechten Genuss, von der Verkostung bis hin zum
richtigen Glas für die geliebten Tropfen. Zwei Rückschauen des
abgelaufenen Jahres fassen im systematischen Überblick alle wichtigen
Neuheiten und Veränderungen aus den Brennereien zusammen und präsentieren
die neuesten Abfüllungen und Editionen aus den jeweiligen Häusern.
Eigens widmet sich ein Artikel dem immer größer werdenden Angebot
an deutschen Whiskys ein Überblick, der erstmals überhaupt
veröffentlicht wird. Darüber hinaus porträtiert das Buch
liebevoll und gekonnt auf insgesamt 220 Seiten die Top-Adressen und -Kontakte
des Landes:
Die hundert besten Bars,
die herausragenden Händler der Republik,
die empfehlenswerten Fachgeschäfte und Internetshops,
dazu die wichtigsten Informationsportale im Netz,
die Whisk(e)y-Clubs vor Ort mit ihren Ansprechpartner
sowie last but not least die Messen und Termine des Jahres,
die man nicht verpassen sollte.
Wer immer Rat und Tipps sucht, findet
so einen kundigen Wegweiser, akribisch recherchiert vom Fachautor Heinfried
Tacke und dem Team des einzigen deutschen Fachmagazins.
Pressestimmen:
Das Buch liest und wiegt sich
wie flüssiges Gold; ein Destillat bester Quellen. (Angelika
Arians-Derix, Gastfreundschaft)
Ein tolles und genüssliches
Buch. Praktisch und voller Informationen über den bloßen Tipp
hinaus. (Gerald Erdrich, Präsident der Keepers of the Quaich,
Deutschland)
Preis/Bezugsquellen:
Preis: 14,90 Euro
ISBN: 978-3-9523360-0-7
Bezugsquelle:
Bestellung im Buchhandel
Die "Brennerey"
Passage nimmt Gestalt an
 |
"Brennerey"
Dorfstraße 56
|
 |
 |
Das neue Brenngerät
mit acht Böden.
|
Verkostung und Herstellung
 |
11.11.2009
Wir starten das Bauprojekt:
"Brennereihof"
|
5.11.2009 Das Helmdesign
für unser neues Brenngerät!

22.10.2009 Armond Dishers
WhiskyNews:
Sehr geehrter Herr Dr.
Römer!
Das Charity-Tasting vom vergangenen Samstag war eines der Superlative.
Es war nicht nur das Längste von allen - die Letzten gingen wohl
gegen viertel nach drei - sondern erlöste mit 1420 Euro den höchsten
Betrag nach dem exklusiven "Ü30"-Tasting im vergangenen
Dezember. Das sind 300 Euro mehr als das nächstbeste Ergebnis.
Der Erlös wird Karl Förster und Helfen ohne Grenzen e.V. dabei
unterstützen, die Situation der Bürgerkriegsflüchtlinge
in Burma weiter zu verbessern.
Die Whiskyflaschen mit ca. 22cl Restinhalt wurden für 10 bis 36 Euro
versteigert, wobei Simons Bavarian Pure Pot Still 10YO 40% die Krone
gebührt, dicht gefolgt von Ihremm Sloupisti, der 30 Euro erlöste.
Erwähnenswert sind auch die 10 Euro für den Whesskey, denn in
der Flasche war nominell nur noch ein Stamperl enthalten - in Wahrheit
waren es wohl aufgrund der guten Befüllung doch noch zwei.
Die Versteigerungserlöse spiegeln auchdie Bewertung der Teilnehmer
wider. Ein Teilnehmer meinte über Ihren Sloupisti, er würde
ihn an den Aberlour a'bunadh erinnern. Mich erinnerte er an ein Cask Sample
eines 1990er Aberlour von Malts of Scotland.
Darüber hinaus habe ich noch zwei ausführliche Verkostungsnotizen
anzubieten:
Farbe: Tiefer Bernstein.
Aroma: Kräftig, fruchtig, alkoholisch. Bier?
Körper: Kraftvoll, Sherry? Trauben, Schokolade, mächtig.
Geschmack: Fruchtig, schokoladig, bombig, trocken und nachhaltig.
Nachklang: Sehr, sehr lang! Traubenfrucht, Wein, Schokolade, Gewürzkuchen,
Lebkuchen, Orangeat, Zitronat.
Mit Wasser: Wie oben! Trockenheit bleibt stehen!
Kommentar: Wieder eine Aroma-"Super"-Bombe!
und
Farbe: Dunkler, rötlicher Bernstein.
Aroma: Sehr fruchtig, dunkle Schokolade, minimal Karamell. Marzipan. Mit
Wasser: Etwas intensiver, dafür runder, sonst wie ohne Wasser.
Geschmack: Sehr kräftig, fast scharf. Adstringierend. Mit Wasser:
Zart adstringierend, nur noch ein bisschen kräftig. Schwere Aromen.
Zartes Holz.
Nachklang: Fruchtig, Wein. Sehr kräftig. Später Marzipan. Mit
Wasser: Schokolade, Marzipan. Hustensaft.
Aus der Versteigerung gibt es weiteres Erfreuliches zu berichten:
Die Mini-Marmeladen gingen für 4-10(!) Euro weg, die mittleren Christmas
Edition-Gläser für 6-13 Euro und die großen Marmeladen
für 13-16 Euro.
Während die Schiefertafel mit Ardbeg-Logo für vergleichsweise
moderate 16 Euro ersteigert wurde, erbrachte die Parkmore-Schiefertafel
aus echtem Parkmore-Schiefer sagenhafte 45 Euro. Die Kalender erlösten
7-10 Euro.
Rekordverdächtig waren auch die 76 Euro, die wir als zusätzliche
Spenden verzeichnen durften.
Ich möchte mich zum Abschluss nochmal herzlichst bei Ihnen für
Ihre Spende bedanken und hoffe, dass ich Sie irgendwann wieder einmal
um eine Spende bitten darf.
Schöne Grüße
Armin Schüssler
Armond Dishers WhiskyNews
Armin Schüssler
Am Ring 3b
91522 Ansbach
Tel.: +49 (0)981 4815321
Mobil: +49 (0)1577 2047939
Web: http://www.adwn.de
Jim Murray's Whisky Bible
2010
8.10.2009
Wir haben ein 600 Liter
Brenngerät bestellt. Es soll noch 2009 geliefert werden.
9.10.2009
Interessante Fässer
braucht das Land: 2mal belegte Barriques vom Chateau d´Yquem

werden zum "Sautern-finish"
unseres Sloupisti fertig gemacht.

Die Terrasse von der Brennscheune
ist fertig.

Innen eine alt Berliner
Theke für die Verkostung.

Reklamefotos müssen
sein.

Fasskeller am 12.09.2009

Wir haben Rum gebrannt
(Zuckerrohrmelasse aus dem Sudan, Pakistan und Indien) und in den ausgetrunkenen
Whiskyfässern eingelagert, in ein paar Jahren wissen wir mehr.

Hier sind erstmalig Süßkirschen,
Schattenmorellen, Bunte Julibirnen in ihren eigenen Bränden eingelegt.
Dazu ein Rumtopf mit dem
einzigen jemals in Deutschland gebrannten Rum. Noch Fragen, Watson?
Ach so, Gürkchen (Cornichons)
haben wir auch mal in ein Weißweinfass eingelegt. Wir sind ja im
Spreewald!
Und unseren Doppelbock
"SPREELATOR" verwandeln wir in
aceto balsamico! Die hohe Kunst der Milchsäuregärung.
Whiskynacht in Chemnitz
2009

Felix Jedlicka, der Veranstalter
von Whisky-Seminaren/-Tastings/-Dinners/-Barbecues in Süd- und Ostsachsen,
Kontakt: mailto:FelixDeSax@web.de
Der
WaC im Spreewald

Spreewald
Whisky "Jenseits
des Tweed" So
überschrieb Theodor Fontane den Bericht über seine Reise durch Schottland,
die er zusammen mit seinem Freund Bernhard von Lepel im August 1858 unternahm.
"Und dass dem Netze dieser Spreekanäle
nichts vom Zauber von Venedig fehle, durchfurcht das endlos wirre Flußrevier
in seinem Boot der Spreewaldgondolier." Das schrieb ebenfalls Theodor Fontane.
Es liegt also ganz nahe einen "Spreewald Whisky" zu machen. Wir
füllen gerade die Weihnachtsgeschenkabfüllung vom Jahrgang 2004/5 ab.
Ab November wieder zu erwerben.
Trauben
von der Hauswand, Quitten und Vogelbeeren. In der Gärscheune.
Traubenkirschen 
Honigbrand
2007/8 
Williams
2008
Whiskydestille
und Fasskeller Die
Brennscheune bekommt Konturen (15.07.2008) 

Vorher
 

 |
Zuckerrohrmelasse,
Honig, Wild-, Trauben- und Süßkirschen freuen sich auf die alkoholische
Gärung 2008 |
Lausitzer
Rundschau Juli 2008 Ein
Tag mit den Schlepziger Brau- und Brennmeistern / RUNDSCHAU-Serie Teil IV Per
Zufall auf den Whisky gekommen Eichenfass
auf Eichenfass stapelt sich in einem Lagerraum in Schlepzig (Dahme-Spreewald).
Dort ruht er, der Spreewälder Whisky namens Sloupisti. Doch bevor der Hochprozentige
so manche trockene Kehle netzen darf, braucht es vor allem eins: Zeit. Mindestens
drei Jahre muss er in den Fässern reifen. Geduld und Zeit brauchen auch Brennmeister
Jens Richter und Brauer Uwe Zech, die den Sloupisti im Landgasthof «Zum
grünen Strand der Spree» herstellen. Dabei sind beide eher zufällig
in dieses Handwerk hineingerutscht. «Ich
musste damals ab und zu die Kessel reparieren und lernte so automatisch etwas
darüber.»«Ich bin wahrlich kein Experte. Ich kann die vielen
Sorten nicht an ihrem Geschmack unterscheiden.» Uwe Zech, Braumeister
Jens Richter, Brennmeister
Es
ist früh am Morgen im Schlepziger Gasthof. Whisky-Braumeister Uwe Zech schlurft
zu seinem Arbeitsplatz. Vorbei an dem noch kalten steinernen Backofen für
frisches Brot, vorbei an der unbesetzten hölzernen Theke mit den vielen Flaschen
Selbstgebranntem erklimmt er eine kleine steile Stiege im Restaurant. Sie führt
zur Galerie. Dort steht der 46-Jährige die Hälfte des Tages an der Maischepfanne.
Ein Kessel, indem Wasser und Malz gemischt werden. Der Mann mit der grünen
Latzhose ist zuständig für die Basis des Whiskys die Maische,
die anschließend zu Alkohol vergoren wird. In Schlepzig stellen Uwe Zech
und sein Kollege Jens Richter einen Single-Malt her. So heißt ein Whisky,
der in einer einzigen Destillerie gebrannt wird. Im Dezember 2007 verkosteten
Zech und Richter den ersten Schluck des Schlepziger Whiskys, der seither auf der
Getränkekarte des Restaurants steht. An diesem Sommertag hat die Sonne
das Gebälk des Gasthofes noch nicht erwärmt. Heiß wird es trotzdem
gleich. Uwe Zech drückt ein paar grüne und rote Knöpfe auf einem
Schaltpult. Während die Temperatur in den trichterförmigen Kupferpfannen
kontinuierlich steigt, wie die digitale Anzeige am Schaltpult verrät, befüllt
er eine der beiden mit Wasser. 900 Liter werden es insgesamt sein, wenn die Pfanne
voll ist. Am oberen Ende des Bottichs ist ein langes Rohr befestigt. Bis unter
die Decke des Gasthofes führt dieses. Es ist jedoch nur eine Attrappe, wie
Uwe Zech sagt, die dem Raum mehr Flair geben soll. In großen Brauereien,
erklärt der 46-Jährige mit den grau-melierten Haaren, werde über
solche Rohre das Malz in die Maischepfanne gefüllt. Aber in Schlepzig sei
noch alles Handarbeit, sagt Zech und schnappt sich einen der weißen Malz-Säcke. Der
Brauprozess scheint etwas für Mathematiker zu sein. Die Temperatur: genau
62 Grad Celsius. Die Malzmenge: exakt 275 Kilogramm. Und die Ruhezeit: keine Sekunde
weniger als 20 Minuten. Die erste Rast nennt der Braumeister diesen Ruheprozess.
Die zweite Rast bei 72 Grad dauert noch einmal 45 Minuten. Währenddessen
wird die Masse in ihre Bestandteile getrennt. Es entsteht eine Zuckerlösung,
die Vorderwürze. Dass er einmal Vorderwürze herstellen würde,
hätte Uwe Zech nie gedacht. Der gelernte Schlosser kam vor zehn Jahren an
den Schlepziger Gasthof als Hausmeister. «Ich musste damals ab und
zu die Kessel reparieren» , sagt er und poliert dabei einen der kupfernen
Behälter auf Hochglanz, «und lernte so automatisch etwas darüber.»
Als der alte Braumeister in Rente ging, übernahm Zech den Job. «Ich
habe eine Menge von ihm gelernt und mir zudem sehr viel angelesen.» Trotzdem
sei die Anfangsphase schwierig, manch anderer Braumeister skeptisch gewesen. Inzwischen
sind Zech und seine Arbeit aber längst anerkannt. Derweil macht sich der
Brennmeister Jens Richter ans Werk. Richter, größer und 24 Jahre jünger
als Zech, ist der Ruhigere von beiden. Er ist für die Destille zuständig.
Im Vergleich zu den riesigen Maischepfannen wirkt sie fast ein wenig unscheinbar.
Samt Kessel, Auffangvorrichtung und den vielen Rohren steht die Destille auf einem
Backsteinsockel im oberen Gästeraum des Restaurants. Dort verbrennt Richter
die vergorene Maische. Und dort ist fein säuberlich Holz gestapelt. Jens
Richter nimmt einige Holzscheite. «Davon geht beim Brennen eine Menge drauf»
, sagt er und wirft das Holz ins lodernde Feuer unter dem bauchigen Bottich der
Destille. Das Wasser darin sprudelt bereits. Zeit für die Maische. Der 22-Jährige
rollt eine blaue Tonne zu dem Apparat. Darin wurde Uwe Zechs Maische eine Woche
lang gelagert. Bei diesem Prozess wird der Malzzucker zu Alkohol und Kohlendioxid
(CO 2 ) vergoren. Durch ein Gärröhrchen, das am Deckel der Tonne angebracht
ist, kann das CO 2 entweichen. Sauerstoff kann in die luftdicht abgeschlossen
Behälter aber nicht eindringen. Mit einer überdimensionalen Kelle,
über die sich jeder Märchenriese freuen würde, schöpft Richter
die gelbliche Brühe in den Kessel. Es riecht süßlich und nach
abgestandenem Bier. Die Luft ist warm und feucht. Der Brennmeister nimmt sein
Basecap ab und wischt sich den Schweiß von der Stirn. Obwohl er tagtäglich
damit zu tun hat, ist Jens Richter kein Whisky-Fan. Ab und zu probieren, das ist
schon drin. «Aber ich bin wahrlich kein Experte. Ich kann die vielen Sorten
nicht an ihrem Geschmack unterscheiden.» Auch wenn er privat noch nicht
auf den Geschmack gekommen ist, möchte er einmal nach Irland fahren und von
Destillerie zu Destillerie reisen. Einfach aus Neugier. Schon weil dort der Whisky
nicht über Holz, sondern über Torf gebrannt wird. Irland gilt neben
Schottland als Ursprung der Whiskyherstellung. Im Gegensatz zu seinem jüngeren
Kollegen war Uwe Zech bereits mehrmals in Irland, hat dort auch Verwandte und
nahm schon an einer Verkostung in Bushmills, einer der ältesten Brennereien
des Landes teil. «So viele Whiskyfässer wie dort habe ich noch nie
gesehen. Die haben sogar eine eigene Böttcherei, die diese herstellt»
, ruft er seinem jüngeren Kollegen Richter zu. Der Braumeister öffnet
die Luke der Maischepfanne. Der Brei darin ist inzwischen dickflüssig geworden.
Jetzt geht es ans Filtern der Masse, dem Läutern. «Zudem wird die Vorderwürze
durch zwei Aufgüsse verdünnt. So erhalten wir die Stammwürze mit
einem Zuckergehalt von bis zu 13 Prozent.» Dazu füllt Uwe Zech auch
in den zweiten Bottich Wasser. Wieder betätigt er einige Knöpfe an dem
Schaltpult, und automatisch wird die Masse von dem einen in den anderen Bottich
gepumpt. Im unteren Teil des Behälters ist eine Art Sieb angebracht. Dort
setzt sich nach und nach das Malz ab, während die flüssige Zuckerlösung
nach unten läuft. Wieder heißt es warten, zehn Minuten ganz genau.
«Es gibt Phasen, da ist das einfach so» , sagt Zech und wendet sich
erneut dem Polieren der Kessel zu. In der Maischepfanne beginnt unterdessen
der Umwälzprozess. Immer wieder wird die flüssige Masse vom unteren
Rand des Bottichs nach oben gepumpt, um auch noch die kleinsten Malzbestandteile
herauszufiltern. Wie weit der Prozess ist, überprüft Zech mit einem
Kontrollröhrchen, das außen am Bottich angebracht ist. Dann nimmt er
eine Probe und misst den Zuckergehalt. Wenn der stimmt, pumpt er die Maische nach
unten in den Keller, wo sie abkühlt und schließlich in die blauen Gärtonnen
verfrachtet wird. Jens Richter hat es sich inzwischen bequem gemacht. Rücklings
sitzt er auf einem Stuhl, das Kinn auf seine Hand gestützt, das Basecap tief
ins Gesicht gezogen. Er starrt gebannt auf die Destille. «Wenn unsere Gäste
mich manchmal hier sitzen sehen, müssen die auch denken, ich habe einen Knall»
, sagt er und lacht. Der 22-Jährige hat genau wie Uwe Zech sein Handwerk
nicht von der Pike auf gelernt. Als Kochlehrling kam er an den Schlepziger Gasthof
und von dort zum Brennen. Vom Essen zu den Getränken. Manchmal, sagt er,
vermisse er das Kochen schon. «Aber das kann ich ja auch zu Hause.» Allmählich
löst sich der Alkohol von der kochenden Masse im Bottich der Destille und
steigt gasförmig in einem Rohr nach oben. Bei exakt 78,3 Grad steigt dann
der genießbare, reine Alkohol, das Ethanol, auf. Bis zu anderthalb Stunden
können bis dahin vergehen. Genau auf diesen Moment wartet Jens Richter auf
seinem Stuhl. Sobald der Dampf über ein weiteres waagerechtes Rohr in
den linken Teil der Destille geströmt ist, schaltet der Brennmeister den
Kühler an. So wird der Alkohol wieder verflüssigt. Tropfen für
Tropfen sammelt er sich in einem kleinen Kännchen. Minuten verstreichen,
bis aus den kleinen Tröpfchen ein ergiebiger Strahl wird. Dann geht alles
ganz schnell. Mit einem lauten Poltern kündigt sich die erste Ladung an.
Jens Richter nimmt einen Kolben, hält ihn unter das Ausflussrohr. Plätschernd
ergießt sich die Flüssigkeit in den Kolben. Richter schüttelt
das Gefäß, riecht an der Flüssigkeit ein stechender Geruch.
Ein klares Zeichen für das gesundheitsschädigende Methanol, das bei
Genuss sogar zur Erblindung führen kann. «Das nennen wir Vorlauf. Meist
sind das drei bis vier Kolben, bevor der Mittellauf, das Ethanol kommt.»
Und tatsächlich: Nach vier Kolben ist der stechende Geruch verschwunden,
die Flüssigkeit schmeckt weich und ein wenig nach Malz. Richter und Zech
haben es geschafft, für Brenn- und Braumeister ist die Arbeit beendet. Für
den Whisky allerdings ist das erst der Anfang. Denn der lagert jetzt in den Eichenfässern
für drei lange Jahre. von
Dana Schülbe 


6.3.2008 Zur
Zeit brennen wir Zuckerrohrmelasse. Etwa 160 Liter 73%igen Rum werden wir erst
in Stahlfässer und dann in ein altes Whiskyfass einlagern. 1.3.2008
Wir haben einen wunderbaren
Honigbrand destillert. 6 Monate wollen wir ihn noch im Stahlfass reifen lassen. Februar
2008 Wir haben wieder
unser Spreewälder Osterwasser abgefüllt.
Diesmal in eine Karaffe. Ausgelagerte Birnen-, Apfel- und Pflaumenbrände
der Jahrgänge 2004 und 2005 wurden zu diesem weichen Obstler vermählt. Ein
Hofladen für unsere Produkte mit gastronomischer Nutzung als Feinschmecker-
und Probierstube. |
| Maische
vor der Destillation im Brauhaus | |