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Hier ist er endlich: Mehr als 3 Jahre haben wir gewartet. SLOUPISTI- der erste Single Malt Whisky aus dem Spreewald. Mit dem Instrumentarium der Spreewälder Privatbrauerei (Maischebottich, Sudpfanne, temperaturkontrollierte Maischekühlung usw.) ist es möglich Maische zu verzuckern und zu vergären, so dass nach einer schonenden Destillation mit unserem modernen Brenngerät ein Malzbrand von erstaunlicher aromatischer Vielfalt und Harmonie erzeugt werden kann. Die Auswahl des geeigneten Malzes war eine Herausforderung, da wir keine gekünstelten Aromen wie z.B. Rauch, Torf etc. durch "behandelte" Malze nachahmen wollten. Letzlich haben wir uns für eine Mischung von Wiener, Münchner und Pilsener Malz entschieden. Anders als die Destillerien in Schottland, Irland usw. können wir die Vergärung temperaturkontrolliert bei unter 10 Grad Celsius ablaufen lassen und entsprechende Reinzuchthefen anwenden. Für die obergärige Vergärung stehen uns Weissbierreinzuchthefen zur Verfügung. Das ist ein weiteres Experimentierfeld. Eine vielleicht noch entscheidendere Frage war die Auswahl von geeigneten Lagerfässern und deren Aufbereitung und Pflege. Wir haben zunächst nach einem renomierten Winzer gesucht, der besonders aromatische Weißweine in Eichenfässern reifen lässt und sind dabei wegen einer schon bestehende Geschäftsbeziehung auf das Weingut Hans Wirsching aus Iphofen gestoßen. Hier werden ganz konventionell Silvaner Weine (Auslese) auf Fässer gelegt und verbleiben dort mindestens 1 Jahr. Sind die Fässer 3 besser sogar 4 mal belegt gewesen, haben sie für die Whiskyreifung ein ausgewogenes Spiel von Holz- und Traubenrestaromen entwickelt. Wir können natürlich erst gut 4 Jahre im Leben unseres Malzdestillates beurteilen, sind aber von der bisherigen Entwicklung äußerst beeindruckt. Wenn dass so weiter geht, reift hier ein Single Malt von ganz besonderer Klasse. Alle Fässer geben wir vor der Einlagerung zur "Inspektion". Glücklicherweise haben wir unweit von uns in Neu Zittau bei Berlin den einzigen noch tätigen Böttcher Brandenburgs gefunden. Was Meister Messerschmidt und sein Sohn mit den Fässern macht, damit sie für lange Zeit als Herberge und Schule für den entstehenden Whisky dienen können, bleibt allerdings ein kleines Geheimnis. Einzelne Destillate geben wir in von Messerschmidt angefertigte neue Barriques aus Spessarteichenholz. Es gibt auch noch gebrauchte aber erneut getoastete Fässer aus italienischem Kastanienholz (Maulbeerholz, Kirschholz)... aber dass ist eine andere Geschichte.
Hier erste Blindverkostungsnotizen von Claus Wittwer, Mitglied im Whiskymania Club auf www.whisky.de: "Der
Stoff scheint mir deutlich ausgereift, gehe daher von einem schon Im Mund deutlich trocken,
mit Aromen von Kakaobohnen (oder Cappucino ?), Diese
Probe ist schon ein
Und auch die Herren vom: verkosteten den Sloupisti: Der Sloupisti riecht
trotz seines jungen Alters wunderbar nach Rotwein und Frucht. Beim Verkosten
war ich positiv überrascht. Sehr süss, ein Hauch von Sherry,
Karamell und Kaffeebohne und auch ein wenig Holz. Kein Torf oder Rauch,
dafür eine beständige Fruchtigkeit, die sehr lang den Gaumen
erfreut.
Fazit: Diesen Whisky hätte ich bei einer Blindverkostung niemals als deutsches Produkt erkannt. Wenn der Sloupisti schon als 3jähriger so sehr überzeugt, wie mag er dann erst nach 12 Jahren schmecken? Hier der link zu diesen
Verkostungsnotizen: Farbe: Tiefer Bernstein.
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